Hofcafé 7. Himmel seit 16. April live

In den letzten Wochen war mein Blog leider etwas verwaist. Der Start mit meinem kleinen Café erfordert viel Manpower. Die ersten vier Wochen brachten mir neben einer extrem steilen Lernkurve viele neue Eindrücke … insbesondere zu der wichtigsten Ressource: Meine Zeit. Die detaillierte und umfangreiche To-Do-Liste wurde erst einmal eingefroren. Zeit zu fokussieren! Perfektionismus und Detailverliebtheit habe ich ziemlich bald als Zeitdiebe erkannt.

Mein kleines Hofcafé ist noch nicht perfekt, aber immer mehr. Wenn ich morgens die Tür zum 7. Himmel aufschließe, freue ich mich auf den Tag und genieße die erste Tasse Kaffee in MEINEM Café. Cooles Gefühl. Und dann geht es auch schon mit den Vorbereitungen für das Frühstück los, der Lunch muss auf die Tageskarte und der Backofen hat jetzt die richtige Temperatur für die Erdbeertörtchen …

 

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Der Termin zur Eröffnung rückt näher

Seit Ostersamstag war der Workload enorm hoch. Der Fortschritt im Hofcafé ist daher sehr erfreulich. Ganz besonderen Dank an mein Herzblatt, der eigentlich Urlaub hatte und mir nicht nur den Rücken frei gehalten hat, mental eine große Unterstützung war (Laugenpumpen-Krisenzentrum) und beim Bau der Inneneinrichtung die ein oder andere Hürde mit Bravour gemeistert hat. Nicht zuletzt die Freunde, die eine große Hilfe waren und ohne die es nicht in diesem Tempo gegangen wäre.

Der Maschinenpark – meine kleinen Schönheiten aus Italien:

Ausgezeichneter Kaffee aus der Heilandt Kaffeemanufaktur:


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung …

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Und zum Entschleunigen: Möhrenkuchen

Neben den Arbeiten im Hofcafé bleibt mir im Moment wenig Zeit für meine Küche zu Hause. Meine Planungen für Ostern liegen noch völlig brach. Beim Einkaufen entdecke ich einen Holz-Osterhasen mit einer Möhre. Wenigstens etwas Oster-Deko zu Hause. Jetzt steht Meister Lampe auf meiner Küchentheke. Mit Blick auf die Möhre habe ich auch schon die Idee für den Oster-Kaffeetisch: Möhrenkuchen!

Zutaten

300 g Möhren
225 g Mehl
2 TL Backpulver
190 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
Abrieb von 1/2 unbehandelten Zitrone
1 Prise Salz
250 ml Sonnenblumenöl
4 Eier
100 g gemahlene Mandeln
Puderzucker und Pistazien für die Dekoration

Zubereitung

Den Backofen auf 175 Grad vorheizen. Die Möhren waschen, putzen und fein reiben. Das Mehl mit Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Zitronenabrieb und Salz vermischen. Das Öl einrühren. Nacheinander die Eier zugeben und gut verrühren. Geraspelte Möhren und Mandeln unter den Teig heben. Die Teigmasse in eine gefettete Springform füllen. Im vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten backen (zwischendurch Garprobe machen).

Wenn der Kuchen abgekühlt ist, mit Puderzucker und gehackten Pistazien dekorieren.

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Mohn-Schnittchen

Meine Leidenschaft für Mohnkuchen habe ich von meinem Papa. Will ich ihm eine Freude bereiten, dann backe ich Mohnkuchen. Schön saftig soll der Kuchen sein, nicht mit pappig süßer Füllung. Heute backe ich nicht die klassische Variante aus Hefeteig, sondern die schnellere Variante aus Rührteig. Als fruchtige Komponente setze ich Himbeeren auf den Teig. Genauso gut schmecken Aprikosen, Kirschen, Pflaumen … probiert es je nach Saison aus.

Zutaten

150 g Mohnback
100 ml Milch
350 g Butter
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
6 Eier
200 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
250 g Himbeeren (frisch oder TK)
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Milch im Topf erhitzen und mit dem Mohnback kurz aufkochen und abkühlen lassen. Butter, Zucker, Vanillezucker cremig rühren. Die Eier nacheinander unterrühren. Mehl, Backpulver und Mandeln mischen und abwechselnd mit der Mohnmilch unterrühren.

Den Teig auf ein Backblech streichen, die Himbeeren darauf verteilen und im Backofen ca. 40 Minuten backen. Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben.

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Ein Blick auf meine kulinarischen Highlights im Februar

Meine Barista-Schulung in der Bonner Kaffeeschule http://www.bonner-kaffeeschule.de/ bildete den Auftakt. Lieben Dank an Mark, der mit sehr viel Herzblut und Leidenschaft nicht nur Fachwissen und Technik vermittelte, sondern auch Begeisterung und Emotion für Kaffee. Ich habe sehr viele Eindrücke mitgenommen und betrachte Kaffee jetzt mit anderen Augen. Mit Begeisterung beobachte ich die Entwicklung der vielen kleinen Kaffeeröstereien. Ein positives Signal: Konsumenten legen wieder Wert auf Qualität.

Den kulinarischen Abschluss gab es im schönen Odenthal: Kochen mit Dieter Müller http://www.dietermueller.de/kocherlebnis/. Es war wieder eine Freude, an der Seite des Sternekochs zu schnippeln, zu kneten, zu beizen und zu farcieren. Das Menu war meisterlich, die Produkte von exquisiter Qualität und die Gastgeber grandios und zuvorkommend. Ein kurzweiliger Tag und ein tolles Erlebnis, an das ich mich gerne erinnere.

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Frisch aus dem Backofen: Kölsche Jung

International gilt Deutschland als das Land, in dem die meisten Brotsorten gebacken werden (weit über 300 Sorten). Die Deutsche Brotkultur gehört seit 2014 zum Weltkulturerbe. Das Bäckerhandwerk ist eines der ältesten Handwerkstätigkeiten. Die Entwicklung in Deutschland ist traurig: Kleine Bäckerhandwerksbetriebe müssen schließen; immer mehr Bäckerei-Ketten (Backwaren-Fabriken), die mit industriellen Backmischungen inklusive Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen arbeiten, machen sich in den Fußgängerzonen breit; Discounter bieten billige Brote und Brötchen aus Tiefkühl-Teiglingen aus Polen, Ungarn oder China an und verkaufen dies als „frisch gebacken“.

Wo sind die Kunden, die auf Qualität Wert legen? Zählt wirklich nur noch schnell und billig? Damit reduzieren wir uns selbst und gefährden die Vielfalt an Brot und Gebäck.

Es gibt aber Lichtblicke im Einheitsbrei: Neben der Bäckerei Zeit für Brot entdeckte ich das Heidelberger Start-up-Unternehmen Dankebitte. Hier hat man sich der nachhaltigen Herstellung von besonders schmackhaften und gesunden Backmischungen verschrieben. Individuelle Bio-Brotbackmischungen werden sowohl für Endkunden als auch Gastronomie angeboten. Dabei werden ausschließlich natürliche Zutaten verwendet und komplett auf Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker verzichtet.

Die Dankebitte GmbH bietet unter anderem glutenfreie Mehle an und Brotbackmischungen, die ganz ohne Hefe zubereitet werden. Dadurch können bestehende Allergien problemlos berücksichtigt werden. Beim Geschmack ist die Komposition der Zutaten von erstklassiger Qualität entscheidend. Die Dankebitte GmbH achtet dabei auf höchste Qualität und Nachhaltigkeit. So werden ausschließlich Mehle von Lieferanten mit Demeter-Qualität verwendet.

Mitten in der 5. Jahreszeit habe ich mich für die Backmischung „Kölsche Jung“ entschieden. Wirklich einfach in der Zubereitung und richtig lecker. Die erste Scheibe habe ich noch warm mit etwas Butter genossen … herrlich! Eine großartige Idee, die Lust auf mehr macht.

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Faschings-Muffins

Seit wenigen Tagen steht bei meinem Nachbarn ein offizielles Fahrzeug der Adjutantur der Prinzengarde. Wir sind im Rheinland und mitten in der „fünften Jahreszeit“. Karneval nähert sich in großen Schritten. Auch mein Bäcker hat sein Angebot um Mutzen, Berliner, Quarkbällchen und Krapfen erweitert. Berliner lassen sich mit wenigen Handgriffen zu Muffins verkleiden. Warm und mit etwas Puderzucker bestäubt zum Kaffee serviert ein Genuss. Kölle alaaf!

Zutaten

6 Berliner
2 Eier
1 Vanilleschote
50 g Zucker
100 g Schlagsahne
Salz
etwas Butter

Zubereitung

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Berliner halbieren und die Konfitüre mit einem Löffel herauskratzen. Das Gebäck in kleine Würfel schneiden. Eier trennen. Vanilleschote aufschneiden und Mark herauskratzen. Eigelbe, Vanillemark und Zucker cremig rühren. 100 g Sahne unterrühren.

Eiweiß steif schlagen. Dabei eine Prise Salz einrieseln lassen. Gebäckwürfel mit Eigelb-Masse vermengen. Den Eischnee vorsichtig unterheben.

Die Mulden einer Muffins-Form mit Butter ausstreichen. Die Gebäck-Masse hineingeben und auf der untersten Schiene ca. 20 Minuten backen. Im Anschluss die Muffins aus der Form lösen, mit Puderzucker bestäuben  und warm servieren.

 

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Rotkohl gebraten mit gratiniertem Ziegenkäse

Wintergemüse gilt zu Unrecht als langweilig. Eintönig sind eher die landläufigen Rezepte. Ich kann Euch hoffentlich mit meinem Rotkohl „reloaded“ davon überzeugen. Das Gericht hat nicht nur viele Vitamine, sondern kommt raffiniert zubereitet auf den Tisch. Viel Spaß beim Nachkochen.

Zutaten

400 g Rotkohl
2 EL Butter
1 EL Olivenöl
Salz
25 g Zucker
2 EL Balsamico
4 Scheiben Ziegenkäse
50 g Nüsse
Thymian
Salz
Pfeffer
Honig

Zubereitung

Rotkohl putzen und in Streifen schneiden. Butter und Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Rotkohl bei hoher Hitze 4 bis 5 Minuten braten. Salz und Zucker in die Pfanne geben, kurz umrühren und mit Balsamico ablöschen. Die Pfanne zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Den Grill beim Backofen aufheizen. Den Ziegenkäse auf Backpapier legen. Nüsse klein hacken, mit Thymian, Salz und Pfeffer würzen. Die Nussmischung auf die vier Scheiben Ziegenkäse verteilen, mit Honig beträufeln und kurz gratinieren lassen (maximal 5 Minuten).

Den Rotkohl auf die Teller verteilen und jeweils eine Scheibe Ziegenkäse darauf setzen und servieren.

 

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